CoT-Report für die 1. KW 2018

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Ihr lest die Kom­mentare zum 1. CoT-Report des Jahres 2018. Die Basiswerte, welche zum aktuellen CoT-Report kom­men­tiert wer­den: Kaf­fee (KC), Crude Oil (CL) und Leben­drind (LE).

Kaffee: Commercials weiterhin im Extrembereich

Seit ich den CoT-Report zum Kaf­fee in der 43. KW 2017  kom­men­tiert habe, befind­et sich dieser Basiswert auf mein­er Beobach­tungsliste. Im CoT-Report inter­essieren uns in erster Lin­ie wie immer die Com­mer­cials.

Zum Ver­gle­ich habe ich zum neuen auch den alten CoT-Report einge­blendet. Anhand des alten CoT-Report sieht man, dass die Com­mer­cials (rote Lin­ie) sich bere­its in der 52. KW 2017 so extrem long posi­tion­iert hat­ten, wie in den let­zten fünf Jahren nicht mehr. Dies ist ein bull­ish­es Sig­nal und Kaf­fee sollte weit­er­hin auf der Beobach­tungsliste bleiben. Natür­lich weise ich an dieser Stelle wie immer hin, dass der CoT-Report kein Tim­ing-Tool darstellt, son­dern eher wie eine Ampel fungiert, der mögliche Trendwech­sel andeutet (Dazu lest weit­er unten meinen Kom­men­tar zu den 5-jähri­gen US-Anlei­hen). So ist es auch beim Kaf­fee auf den ersten Blick nicht auszu­machen, wann und ab welchem Preis der Preisanstieg begin­nt. In diesem Fall sollte man sich weit­er­er Tech­niken, wie z.B. der Chart­tech­nik bedi­enen. Bis dato bleibt Kaf­fee weit­er­hin auf der Beobach­tungsliste.

Möchte man genauer wis­sen, wie sich die Extrem­po­si­tion der Com­mer­cials zusam­menset­zt, so hil­ft uns der neue CoT-Report (CoT dis­ag­gre­gat­ed). So erken­nt man, dass nicht die Com­mer­cials, son­dern eher die Swap Deal­er stark long posi­tion­iert sind.

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Quelle: www.barchart.com

Lebendrind: Fallende Preise voraus?

Den CoT-Report auf das Leben­drind habe ich bere­its in der 44. KW 2017 erwäh­nt und seit­dem befind­et sich dieser Basiswert eben­falls auf mein­er Beobach­tungsliste. Derzeit bewe­gen wir uns von den bear­ishen Extremw­erten (gegen Ende 2017) fort. Dies erken­nt man auch gut am Chart und sieht, dass die Preise gegen Ende 2017 auch leicht gefall­en sind. Nun bauen die Com­mer­cials die extremen Short-Posi­tio­nen so langsam ab und bewe­gen sich in Rich­tung der Long-Posi­tion­ierun­gen. Aus diesem Grund lohnt es sich, das Leben­drind weit­er zu beobacht­en und die Chart­tech­nik bemühen, um nach Ein­stiegspunk­ten für fal­l­ende Preise zu suchen.

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Quelle: www.barchart.com


Crude Oil: Im West­en nichts Neues

Crude Oil ste­ht seit dem CoT-Report aus der 46. KW auf mein­er Beobach­tungsliste. Sehen wir uns zunächst das Chart­bild und die CoT-Werte an:

Quelle: www.barchart.com

Die CoT-Dat­en zeigen weit­er­hin eine Allzeit-Extrem­po­si­tion­ierung der Swap Deal­er an (grüne Lin­ie im neuen CoT-Report). Doch da der CoT-Report nur eine Art Ampel ist, so soll­ten wir das Crude Oil vor­erst weit­er­hin beobacht­en und abwarten, bis die Preise fall­en. Eine mögliche Wende kön­nte sein, wenn der Preis des Erdöls den Wider­stand aus dem Jahr 2015, an dem er sich ger­ade befind­et (rote Lin­ie im Chart), nicht durch­bricht. Das Abprallen von der Wider­stand­slin­ie kön­nte fal­l­ende Preise ein­leit­en. Durch­bricht der Ölpreis den Wider­stand dage­gen und bleibt darüber, so ist bei diesem Szenario zunächst von weit­eren Preis­steigerun­gen und weit­eren Extrem­po­si­tion­ierun­gen der Mark­t­teil­nehmer auszuge­hen.

Der CoT-Report als Ampel

Zu fast jed­er mein­er Kom­men­tierun­gen zum CoT-Report schreibe ich, dass der CoT-Report kein Tim­ing-Tool ist, son­dern als Hin­weis-Werkzeug fungiert. Dass es so ist, möchte ich anhand eines aktuellen Falls zeigen. In mein­er Kom­men­tierung zum CoT-Report aus der 44. KW 2017 habe ich geschrieben, dass eine Chance beste­ht, dass die Preise auf die 5-jährige US-Anlei­he (ZF) dem­nächst wieder steigen kön­nten, auf­grund der Extrem­po­si­tion­ierun­gen der Mark­t­teil­nehmer. Sehen wir uns nun an, was daraus gewor­den ist:

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Quelle: www.barchart.com

Trotz der Extrem­po­si­tion­ierun­gen der Com­mer­cials sehen wir, dass der Preis der 5-jähri­gen US-Anlei­he den Wider­stand (rote Lin­ie im Chart) nach­haltig durch­brochen hat und weit­er­hin fällt. Was ist passiert? Nun, so genau weiss man das nicht. Siehe dazu auch meinen Artikel zum The­ma, wie entste­ht ein Kurs. Doch ver­mut­lich basierte der Preisver­fall auf der Erwartung der Mark­t­teil­nehmer, dass die FED die Zin­sen weit­er angeben wird. Im Nach­hinein ist es auch so gekom­men und hat dem Preisver­fall ver­mut­lich einen zusät­zlichen Antrieb gegeben. Was ler­nen wir daraus?

Erstens: Fun­da­men­tale Nachricht­en stechen jeden CoT-Report aus. Aus diesem Grund ist er kein Heiliger Gral, auch wenn er ein nüt­zlich­es Werkzeug ist.

Zweit­ens: Der CoT-Report bleibt, was er ist, näm­lich eine Ampel, die dur­chaus falsche Sig­nale liefern kann und der man nicht blin­d­lings ver­trauen sollte, son­dern sich seine Gedanken machen sollte, sowie nach weit­eren Puz­zle-Steinchen suchen, wie z.B. den Sig­nalen aus der Chart- oder der Mark­t­tech­nik.

Warum sollte man dem CoT-Report den­noch Beach­tung schenken?

Nur weil der CoT-Report ein – zwei Mal nicht das “ver­sprochen” hat, was er anzeigt, ist es noch lange kein Grund, ihn ab sofort nicht mehr zu beacht­en. Auch wenn der CoT-Report nur eine Ampel ist, so liefert sie uns wichtige Hin­weise, die in den meis­ten Fällen den­noch rel­a­tiv zuver­läs­sig sind.


Falls Ihr mehr über den CoT-Report und das The­ma Com­mit­ments of Traders grund­sät­zlich erfahren möchtet, so kön­nt Ihr gerne für den Anfang meine Beiträge durch­le­sen, die ich zu diesem The­ma geschrieben habe. Klickt dazu auf die ver­link­ten Wörter in diesem Text. Passende Fach­lit­er­atur dazu: von Lar­ry Williams* für die absoluten Neulinge auf dem Gebi­et des CoT-Reports und Stephen Briese* für diejeni­gen, die etwas mehr in die Tiefe gehen möcht­en.

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