Sind Dividenden-Aktien besser als andere Aktien?

dividende

Quelle: http://nyphotographic.com

Hal­lo Leute,
wenn es darum geht, sich pas­sives Einkom­men zu sich­ern oder langfristi­gen Ver­mö­gen­sauf­bau zu betreiben, dann stellen Div­i­den­den-Aktien eine gute Möglichkeit dar, dies zu tun. Doch wie sieht es mit den Aktienun­ternehmen aus, die keine Div­i­dende zahlen? Sind sie deshalb schlechter und sollte man diese Aktien nicht kaufen? Schließlich gibt es Unternehmen, die keine Div­i­dende auss­chüt­ten und die den­noch gut ver­di­enen. Das klas­sis­che Beispiel stellt Berk­shire Hath­away von War­ren Buf­fet dar. Aber auch solche Unternehmen wie Google, Face­book oder Ama­zon zählen zu der Kat­e­gorie der Unternehmen, die keine Div­i­dende zahlen, trotz regelmäßiger Gewinne.

Welche Unternehmen zahlen über­haupt eine Div­i­dende?

Aktienun­ternehmen zahlen eine Div­i­dende in der Regel dann, wenn sie prof­ita­bel sind. Dabei han­delt es sich um Gesellschaften, welche schon länger auf dem Markt existieren und die sich eine wirtschaftliche Basis aufge­baut haben. Es gibt unter ihnen auch Unternehmen, die selb­st in Peri­o­den der Ver­luste eine Div­i­dende auss­chüt­ten. Doch dies hat eher etwas mit dem guten Willen zu tun, um die Aktionäre bei Laune zu hal­ten und aus strate­gis­chen Grün­den.

Wach­s­tum­sun­ternehmen zahlen dage­gen keine Div­i­den­den,  weil sie in den ersten Jahren in der Regel kein Geld ver­di­enen. Und selb­st wenn doch, wird das erwirtschaftete Geld für neue Investi­tio­nen gebraucht, für die Umset­zung und den Aus­bau der Unternehmensstrate­gie, für die Sicherung der Mark­tan­teile, für die Entwick­lung eines neuen Pro­duk­tes usw.

Warum zahlen Aktienge­sellschaften (k)eine Div­i­dende?

Ander­er­seits gibt es Gesellschaften, die jährlich hor­rende Gewinnsum­men erzie­len und den­noch keine Div­i­dende auss­chüt­ten. Der Grund hier­für ist ganz ein­fach: sie verzicht­en auf eine Div­i­den­den­zahlung, weil sie das erwirtschaftete Geld vernün­ftig rein­vestieren kön­nen. Als Beispiel kann ich Ama­zon nen­nen. Ama­zon ver­di­ent mit seinem Geschäftsmod­ell Unsum­men an Geld, doch der Unternehmensgrün­der Jeff Bezos ver­tritt die Mei­n­ung, dass er statt ein­er Div­i­dende das Geld lieber in den weit­eren Aus­bau des Unternehmens steckt. Denn er habe noch so viele Ideen, die er umset­zen möchte. An dieser Stelle kann ich übri­gens seine Biogra­phie empfehlen für diejeni­gen, die sich mit dem Unternehmen Ama­zon genauer beschäfti­gen möcht­en. Darin beschreibt Jeff Bezos, in welche Rich­tung er das Unternehmen langfristig hin­brin­gen möchte. Sehr span­nend muss ich sagen.

Und betra­chtet man die Kursen­twick­lung der Ama­zon Aktie, dann sieht man, dass die Rein­vesti­tio­nen des Gewinns offen­bar richtig waren. Aus diesem Grund kann man nicht pauschal sagen, dass Unternehmen, die keine Div­i­dende zahlen, grund­sät­zlich schlechter sind, als die Div­i­den­den­zahler.


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Schaut man sich das Beispiel mit Ama­zon an, dann kann man auch beant­worten, warum andere Unternehmen eine Div­i­dende zahlen. Sie tun dies aus mehreren Grün­den. Zum einen, sie wis­sen nicht, was sie mit dem vie­len Geld anstellen sollen. Zwei Beispiele an dieser Stelle: Coca-Cola und Philipp Mor­ris.

Coca-Cola ver­di­ent LKW-weise Geld. Doch was wollen sie mit dem Geld machen? Wenn man in fast allen Län­dern mit sein­er Marke vertreten ist, wie will man noch expandieren? Mit Philipp Mor­ris ver­hält es sich genau­so. Was kann man an ein­er Zigarette groß verän­dern? Im Grunde nicht viel und Zigaret­ten gibt es auf der ganzen Welt zu kaufen. Derzeit sind in der west­lichen Welt zwar E-Zigaret­ten im Kom­men, doch in Asien wird beispiel­sweise ger­aucht wie eh und je.

Bei­de Gesellschaften befind­en sich somit in einem Markt, der gesät­tigt ist, der sehr groß ist und man mit dem ver­di­en­ten Geld nicht mehr viel anstellen kann außer, es an die Aktionäre auszuschüt­ten.

Ein ander­er Grund für eine Div­i­den­den­zahlung liegt bei den insti­tu­tionellen Anlegern, denn sie lieben die Div­i­dende. Apple zahlt beispiel­sweise eine Div­i­dende aber nur deshalb, weil ein großer Investor das Unternehmen dazu gedrängt hat. Wenn man sich dem Druck der großen Inve­storen wider­set­zt, kann es natür­lich auch passieren, dass ein prof­ita­bles Unternehmen von ihnen mis­sachtet wird. So zum Beispiel Berk­shire Hath­away. Obwohl ein prof­ita­bles Unternehmen, find­et man es nicht jedem Port­fo­lio der insti­tu­tionellen Anleger.


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Ein weit­er­er Grund, der aus mein­er Sicht für eine Div­i­den­den­zahlung spricht, ist der, dass Unternehmen, die zu viel Geld übrig haben und über­mütige CEOs beschäfti­gen, manch­mal Dummheit­en damit anstellen und danach prof­i­tiert nie­mand davon. Ich habe dabei spon­tan Groß­fu­sio­nen im Blick. Hier ein Beispiel: in den 90er Jahren als eine der wichtig­sten Fusio­nen in der Wirtschafts­geschichte in den Him­mel gelobt, wurde aus dem Zusam­men­schluss von Daim­ler-Benz und Chrysler eine Mega-Pleite. Und eine Anleitung an den Uni­ver­sitäten, wie man eine Fusion nicht macht, wurde sie eben­falls.

Dabei müssen es nicht unbe­d­ingt Fusio­nen sein. Es kann sich auch um “nor­male” Fehlin­vesti­tio­nen han­deln, wie zum Beispiel die von ThyssenK­rupp, als das Unternehmen Mil­liar­den in brasil­ian­is­che Stahlw­erke investierte und sich damit ein Mil­liar­den­grab geschaufelt hat, weil diese alle unprof­ita­bel waren / wur­den. Warum hat man dies alles gemacht? Weil diese Unternehmen das Geld dazu hat­ten. Hät­ten sie das Geld nicht gehabt weil sie es an die Aktionäre aus­geschüt­tet hät­ten, dann wäre es ver­mut­lich eine bessere Idee gewe­sen.

Faz­it

Aktien eines Unternehmens, welch­es eine Div­i­dende zahlt, sind  aus mein­er Sicht nicht zwangsläu­fig bess­er als solche, die keine Div­i­dende auss­chüt­ten. Es kommt eben auf die Umstände an. Es liegt eben an euch zu entschei­den, was zu euren Plä­nen bess­er passt: eine Div­i­dende oder steigen­der Aktienkurs.


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Dis­claimer

Dieser Beitrag besitzt rein infor­ma­tiv­en Charak­ter und er soll nicht dazu dienen, Sie zum Kauf von Anteilen der von mir erwäh­n­ten Unternehmen ani­mieren. Sie sind für Ihre Investi­tio­nen und Entschei­dun­gen selb­st ver­ant­wortlich. Ich besitze von den Unternehmen, die ich in diesem Beitrag erwähne keine Aktien und habe nicht vor, in den näch­sten 30 Tagen Anteile dieser Unternehmen zu erwer­ben. Darüber hin­aus erhalte ich von den in diesem Beitrag genan­nten Unternehmen kein­er­lei Vergü­tung dafür, dass ich sie namentlich erwähne.

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