Eine kurze Geschichte der Volatilität

Hal­lo Leute,
in diesem Beitrag wer­den wir uns mit dem Begriff der Volatil­ität befassen und ler­nen, dass es zwei Arten davon gibt. Jed­er, der sich an der Börse ern­sthaft engagieren möchte, sollte diesen Begriff ken­nen. Die Volatil­ität, oder kurz Vola, ist ein wichtiger Bestandteil im Option­shan­del und kann die Ergeb­nisse stark bee­in­flussen.

Was ist Volatil­ität?

Volatil­ität ist eine sta­tis­tis­che Kenn­zahl, um das Risiko zu bemessen und sie ist im Grunde nichts anderes als die Umschrei­bung der Schwankungs­bre­ite, mit der der Kurs rauf und runter geht. Bewegt sich der Aktien- oder Future-Kurs seitwärts vor sich hin, ohne stark hin und her zu schwanken, dann spricht man von ein­er niedri­gen Vola.
Springt der Kurs aber wild hin und her oder bewegt sich schnell in eine bes­timmte Rich­tung, dann spricht man an der Börse von ein­er hohen Volatil­ität. Sie wird in der Regel als eine Prozentzahl aus­gegeben.

Zwei Arten der Volatilität

Die Vola existiert zum einen als his­torische und zum anderen als die soge­nan­nte implizite Volatil­ität.
Die his­torische Volatil­ität basiert auf ver­gan­genen Dat­en und dient beispiel­sweise als Ver­gle­ich­swert zur gegen­wär­ti­gen Vola und kann auch als eine Hil­fskenn­zahl dienen, um die zukün­fti­gen Kurss­chwankun­gen einzuschätzen. Das ist ins­beson­dere bei amerikanis­chen Aktien während der Berichts­sai­son (earn­ings time) der Fall.
In der Regel wird sie als die Stan­dard­ab­we­ichung eines Preis­es inner­halb ein­er zurück­liegen­den Zeit­pe­ri­ode berech­net.

Die implizite Vola blickt dage­gen in die Zukun­ft und bein­hal­tet eine Erwartung­shal­tung der Mark­teil­nehmer. D.h. hier ver­sucht man zu beant­worten, wie stark die Schwankungs­bre­ite des Mark­tes sein wird, z.B. in den näch­sten 30 Tagen. Die implizite Vola wird in der Regel auch mit der his­torischen Vola ver­glichen, um eine bessere Ein­schätzung der aktuellen Lage vornehmen zu kön­nen.
Die Berech­nung der impliziten Volatil­ität gestal­tet sich viel schwieriger, als bei der his­torischen Vola. Denn hier haben wir Fak­toren, welche in der Zukun­ft liegen und über  die man nur mut­maßen kann. Um die implizite Vola zu ermit­teln, bedi­ent man sich an der Börse des soge­nan­nten Black-Scholes-Mod­ells. Es ist keine per­fek­te Meth­ode, doch sie gilt in der Finanzwelt als ein bedeu­ten­der Meilen­stein.


Dies war nur ein klein­er Ein­blick in die Welt der Vola und falls Sie sich mit dem The­ma Börse und Option­shan­del ern­sthaft beschäfti­gen möcht­en, ist es notwendig, dass Sie sich auch mit der Volatil­ität tief­greifend­er befassen. Ins­beson­dere die implizite Volatil­ität spielt im Option­shan­del eine große Rolle. An dieser Stelle möchte ich den Ein­steigern das Buch von Jens Rabe “Option­sstrate­gien für die Prax­is” empfehlen. Darin ler­nen die Neulinge alles, was man für den Anfang zum Option­shan­del wis­sen muss (unter anderem auch die Vola)

Zusammenfassung

  • Volatil­ität ist die Beze­ich­nung für die Stärke der Kurss­chwankung und es gibt zwei Arten davon
  • Zum einen die his­torische Vola: sie bezieht sich auf die Dat­en der Ver­gan­gen­heit
  • Zum anderen die implizite Vola: sie bezieht sich auf erwartete Werte der Zukun­ft
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